arrow-leftarrow-rightclosecontrastdownloadeasy-languagefacebookinstagramtelegramlogo-spe-kleinmailmenueMinusPlusprintsearchsoundtarget-blankTwitteryoutube
Inhaltsbereich
2/16
Madeleine Reckmann / Frankfurter Rundschau,
06.12.2016

Für die SPD nach Berlin

www.fr.de/rhein-main/alle-gemeinden/offenbach/offenbach-fuer-die-spd-nach-berlin-a-729545

An seinem Schreibtisch hängt ein Bild von Willy Brandt, in die SPD ist er bereits 2005 eingetreten. Jetzt hat die SPD in Stadt und Kreis Offenbach Tuna Firat zum Kandidaten für die Bundestagswahl im September 2017 bestimmt. Der 35-Jährige, der in Rödermark-Urberach aufgewachsen ist und sich selbst als Hessen bezeichnet, soll das Direktmandat für den Wahlkreis 185 holen

„Die Partei muss sich wieder auf den Urkern sozialdemokratischer Politik besinnen“, sagt Firat. Deshalb möchte er dazu beitragen, dass in den Kommunen öffentliche Begegnungsstätten und Einrichtungen wie Kitas, Büchereien oder Schwimmbäder erhalten bleiben und nicht kommunaler Geldnot zum Opfer fallen. Weiteres Anliegen ist ihm, die soziale Ungleichheit zu bekämpfen. „Wir müssen heute die Realitäten zur Kenntnis nehmen und die Einkommensarmut der Menschen benennen und dagegen vorgehen“, sagt er. Der Staat müsse in wichtigen Bereichen wieder präsent sein. Und er meint, dies müsse schnell gehen. „Wir haben keine Zeit zu verlieren“, sagt er. Firat ist Rechtsanwalt für Straf- und Verkehrsrecht und betreibt eine Kanzlei in Offenbach. Sein Wohnsitz liegt in Dietzenbach.

Firat war viele Jahre im Ausländerbeirat des Kreises Offenbach aktiv und ist heute im Bundesvorstand des SPD-Arbeitskreises Migration und Vielfalt tätig. 2009 leitete er die Kampagne zur Europawahl für den SPD-Kandidaten Hidir Karademir und wollte bereits zur Bundestagswahl 2011 als SPD-Direktkandidat antreten; die Partei entschied sich damals jedoch für Gene Hagelstein.